Bericht über den Startschuss der ersten virtuellen Konferenz im November 2015 – DIALOG

Bericht über den Startschuss der ersten virtuellen Konferenz im November 2015


Eigentlich eine gute Idee, eine virtuelle Konferenz anzubieten und Interessierte nicht mehr durch hohe Aufwendungen im Zeit- und Kostenbudget zu belasten, um an einer entsprechenden Konferenz teilzunehmen. Trotz guter Idee allerdings eher eine schlechte Umsetzung.

Ca. 30 Teilnehmer nahmen an einer ersten vorgeschalteten Veranstaltung auf der technischen Basis von Vitero (einer „Virtuelles-Klassenzimmer-Software“) an einer entsprechenden Gruppendiskussion über die Anforderungen an e-Trainer teil.

Allerdings entwickelte sich dieses Unterfangen zu einem Lehrstück, wie es im virtuellen und Distance-Learning-Bereich nicht sein sollte:

  1. Schon die Anmeldeprozedur erwies sich als wenig So konnte eine Teilnahmebestätigung nur erteilt werden, wenn auch bereits ein Zahlungseingang vermerkt wurde. Eine Ausnahmegenehmigung ‑ verbunden mit aufwendigen Telefonaten – war dann letztlich die Lösung.
  2. Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion stellen sich dann nicht selber vor, sondern werden von der Podiumsleiterin vorgestellt. Dieses Vorgehen wäre selbst in einer realen Konferenz schon sehr ungewöhnlich.
  3. Entsprechend fehlte auch ein kurzes eigenes Statement der einzelnen Podiumsdiskussionsteilnehmer, um sie entsprechend ihrer Erfahrungen und derzeitigen Tätigkeit einordnen zu können.
  4. Die Podiumsdiskussion wurde ohne eine Audio-Einbeziehung der Teilnehmer durchgeführt, lediglich den Podiumsdiskussions-Teilnehmern wurde entsprechendes Audio zugewiesen. Bei einer Anzahl von ca. 30 Teilnehmern und mit der verwendeten Software wäre es sicherlich kein Problem gewesen, auch einzelnen Teilnehmern für Diskussionsbeiträge das Wort zu erteilen.
  5. Eine schlechte inhaltliche und grafische Folienvorbereitung rundet das Bild ab.
  6. Es gibt kaum Interaktionen (Umfragen, Einschätzungen durch die Teilnehmer o.a.), also eine Forderung, die jedem virtuellen Klassenzimmer zwingend zugeschrieben wird.
  7. Es wurde keine lebendige Atmosphäre geschaffen und so war die Gesamtwahrnehmung eher langweilig, einmal abgesehen davon, dass auch die einzelnen Diskussionsbeiträge wenig gehaltvoll waren.

Das Fazit? Letztlich doch viel Aufwand dafür, dass nichts gelernt wurde. Dann sind die zwei Stunden am eigenen Schreibtisch auch zu viel.

Wenn dieses Kick Off der virtuellen Konferenz (die eine Fortsetzung im Frühjahr 2016 haben soll) eine Animation für zukünftige Teilnehmer sein soll, so dürfte das nach unserer Beobachtung eher eine Abschreckung gewesen sein.

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