Vom Trainer zum Lernbegleiter – so geht Lernen 4.0 – DIALOG

Vom Trainer zum Lernbegleiter – so geht Lernen 4.0


Egal, ob Präsenztraining oder Blended Learning – der Trainer spielt in beiden Formen des Lernens eine entscheidende Rolle. Er hält den Kontakt zu den Teilnehmern im direkten Austausch oder über digitale Kanäle und ist für einen motivierenden Methodenmix verantwortlich, der die Fortbildung sowohl interessant als auch inhaltlich wertvoll macht. Besonders wichtig ist es in beiden Fällen, die gewünschten Lernziele festzulegen. Hilfreich ist dabei die sogenannte SMART-Methode, die einen guten Überblick über die passende Formulierung des Ziels gibt:

  • Spezifisch à Das Ziel muss klar und nicht zu allgemein formuliert sein
  • Messbar à Wie kann der Erfolg der Zielerreichung überprüft werden?
  • Attraktiv à Ziele sollen so formuliert sein, dass Trainer und Teilnehmer motiviert
  •         sind, sie zu erreichen
  • Realistisch à Das Ziel muss im Bereich des Möglichen liegen
  • Terminiert à Wann sollen die Ziele konkret erreicht sein?

Danach geht es an die Planung der einzelnen Phasen. In einem Blended Learning können sich Präsenz- und Eigenlernphasen abwechseln, denkbar ist aber auch nur eine Kick-Off-Veranstaltung im persönlichen Austausch. Hier sind viele unterschiedliche Modelle denkbar. Ist auch diese Frage geklärt, geht es richtig los, denn: Keine Fortbildung ohne Inhalt. Dieser Teil der Vorbereitung braucht sicher etwas mehr Zeit, da vorhandene Materialien geprüft und ggf. angepasst werden müssen.

Wichtig: Bei der Verwendung fremder Inhalte müssen immer die Rechte daran vorhanden sein. Ist das Material nicht selbst erstellt, sollte man sich auf jeden Fall Quelle und Urheber notieren, um die Rechte ggf. klären zu können.

Wenn Inhalte und Reihenfolge stehen, müssen die Präsentations- und Vermittlungsmethoden sowie Lerninhalte auf digitale bzw. Präsenzphasen festgelegt werden. Damit die Fortbildung auch Spaß macht, ist Abwechslung oberstes Gebot. Zu den Methoden gehören u.a. Quizze, Online-Diskussionen, Prüfungen und Tests, Umfragen etc. Vieles davon ist sowohl in Präsenz als auch online anwendbar, einige Methoden, wie z.B. Rollenspiele, sind allerdings nur in Präsenzphasen anwendbar bzw. sinnvoll.

Damit die Teilnehmer nicht nur passiv neues Wissen aufnehmen, sondern auch selbst aktiv werden, sind klare Handlungsaufforderungen wichtig. Diese auch als CTA (Call-to-Action) bezeichneten Bausteine geben dem Lernenden klare Anweisungen, was er in der jeweiligen Lerneinheit zu tun hat. So kann er z.B. aufgefordert werden, Kommentare zu bestimmten Themen zu hinterlassen, ein Quiz zu bearbeiten oder ein fiktives Interview zu führen. Die CTAs dürfen jedoch nur genau einen Punkt beinhalten und müssen direkt nach der Aufforderung umsetzbar sein.

Während der gesamten Fortbildung ist der Trainer nicht nur für die Bereitstellung, Erklärung und Bewertung der Inhalte zuständig, sondern unterstützt die Teilnehmer auch bei allen Fragen zur Technik, zu den Aufgaben und Inhalten. Er wird also immer mehr vom Anleiter zum Lernbegleiter. Der Kommunikationskanal muss klar definiert sein, die Antworten auf Fragen individuell. Fühlt sich der Teilnehmer durch Allgemeinplätze oder einen kurzen Hinweis auf FAQ nicht genügend wertgeschätzt, lässt die Motivation schnell nach. Des Weiteren muss der Trainer natürlich auch als Moderator bei Live-Webinaren und Online-Diskussionen auftreten.

Ein wichtiger Aspekt von Fortbildungen ist natürlich auch deren Nachhaltigkeit. Denn das neue Wissen soll schließlich in die Praxis umgesetzt werden und bei der Bewältigung von Aufgaben helfen – auch wenn diese vielleicht nicht zur täglichen Routine gehören. Problematisch ist dabei, dass neue Inhalte zu einem Großteil schnell wieder vergessen werden, wie schon der Psychologe Hermann Ebbinghaus (1859 – 1909 in Selbstversuchen festgestellt hat. Dabei blieben nur 15% des Inhalts dauerhaft im Gedächtnis. Allerdings werden nicht alle Inhalte gleich gut oder schlecht behalten, sinnfreie Inhalte verschwinden besonders schnell wieder aus der Erinnerung.

Doch zum Glück gibt es Abhilfe. Je regelmäßiger das neue Wissen nach dessen Vermittlung oder Erarbeitung in einer Selbstlernphase genutzt wird, desto besser ist der langfristige Lernerfolg. Gerade bei neuen Inhalten ist es daher wichtig, den Stoff in Abständen zu wiederholen und somit zu festigen. Als Faustregel gilt heute, dass die erste Wiederholung des Lerninhalts bereits nach ein bis drei Tagen erfolgt, weitere Wiederholungen folgen mit größerem zeitlichem Abstand. Erst danach sind die Inhalte im Gehirn verankert.

Gerade beim Blended Learning ist diese Anforderung gut umsetzbar, da die Teilnehmer sich über einen längeren Zeitraum mit einem Thema beschäftigen. So ist es möglich, wichtige Elemente des Inhalts in unterschiedlicher Form zu wiederholen. Die Teilnehmer sehen z.B. ein Video über den Umgang von Mitarbeitern mit Kundenbeschwerden. An einer anderen Stelle gibt es eine Checkliste zum Thema. Auf diese Weise rücken bestimmte Aspekte immer wieder in den Fokus, werden trainiert und nachhaltig gelernt.

Auch ist es beim E-Learning kein Problem, nach einiger Zeit kurze Wiederholungssequenzen zur Verfügung zu stellen. So frischen die Teilnehmer ihr Wissen regelmäßig auf und verankern das neue Wissen dauerhaft.

Wer die vorherigen Kapitel aufmerksam gelesen hat, hat sicher festgestellt, dass sich die Rolle des Lehrenden in der heutigen Trainingswelt stark verändert hat. Trainer, die bislang mit großem Erfolg Präsenztrainings durchgeführt haben, stehen plötzlich vor der Aufgabe, ihre Inhalte in E-Learning-Einheiten zu übersetzen und immer mehr zum Lernbegleiter zu werden.

Doch wie können nun die vorhandenen Unterlagen in ein gut aufbereitetes Distance Learning transformiert werden? Genau in diesen Fällen hilft ein Blended Learning-Kurs, der Trainer zu zertifizierten E-Trainern ausbildet.

Die dreimonatige Fortbildung beinhaltet umfassendes Wissen rund um Konzeption, Didaktik, Software, Methoden und Vermarktung. Die Fortbildung vermittelt Wissen über verschiedene Formen des Distance Learning wie z.B. Webinare, Blended Learning (auch die Transformation bestehender Inhalte in Blended Learnings), aber auch Themen wie Urheberrecht und Lizensierung werden ausführlich besprochen. Das Besondere: Schon während des Kurses gibt es die Möglichkeit, multimediale Anwendungen auszuprobieren und so die künftigen eigenen Konzepte aus der Sicht des Anwenders zu testen.

Der geschätzte Lernaufwand liegt bei ca. 3 – 4 Stunden pro Woche bei einer Gesamtdauer von 12 Wochen. Der Blended-Learning-Kurs endet mit einer Prüfung und bei erfolgreichem Bestehen mit der Aushändigung eines qualifizierten Zertifikats. Mehr Informationen finden Sie hier.

Mehr Informationen finden Sie auch in unserem E-Book zum Thema, das Sie hier herunterladen können.

Weitere Fragen beantworten wir gern unter 040-8979 2000 oder info@profitel.de.

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